| Verbraucherinfos - Wissenswertes rund ums Ei. |
Eierkonsum Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern ist in Deutschland im Jahr 2010 um 1,5 Prozent auf 214 Eier angestiegen. Damit lag der Jahresverbrauch bei insgesamt rund 17,469 Milliarden Eiern. Gut die Hälfte der Eier werden von privaten Haushalten direkt als frische Eier in der Schale gekauft. Der Selbstversorgungsgrad lag im vergangenen Jahr bei 58,3 Prozent und erreichte produktionsbedingt einen neuen Tiefstand. Haltungsformen Deutschland hatte den Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung bereits zum Ende des Jahres 2009 vollzogen. In den anderen EU-Mitgliedstaaten ist die konventionelle Käfighaltung noch bis Ende 2011 möglich. Dies hat zur Veränderung in der Produktionsstruktur geführt. So wurden vor fünf Jahren noch über 70 Prozent der Legehennen in konventionellen Käfigen gehalten. Im vergangenen Jahr betrug der Anteil lediglich noch 18,2 Prozent. Mit 62,8 Prozent war im Jahr 2010 der Großteil der Legehennen in der Bodenhaltung untergebracht. Im Jahr 2006 waren es erst 15,1 Prozent. Eierkennzeichnung Dem Verbraucher stehen, durch den Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung, aus deutscher Produktion Eier aus ökologischer Erzeugung, der Freilandhaltung, der Bodenhaltung und der Kleingruppenhaltung zur Verfügung. Durch die obligatorische EU-weite Kennzeichnung bei Eiern der Güteklasse A können die Verbraucher sowohl die Haltungsform als auch die Herkunft des Eis feststellen. Die Kennzeichnung der Eier in der Schale ist EU-weit einheitlich in den Vermarktungsnormen für Eier geregelt. Die Vermarktungsnormen gelten für unverarbeitete Eier und nicht für die gekochten und gefärbten Eier. Als verarbeitete Lebensmittel unterliegen sie dem allgemeinen Lebensmittelkennzeichnungsrecht, das ebenfalls EU-weit gilt. Hier sind verpflichtende Angaben über Haltungsformen nicht vorgesehen. Es ist den Herstellern auf freiwilliger Basis aber möglich, bei Lebensmitteln, die Eier enthalten, auch die Haltungsform mit anzugeben. Weitere Infos zur Eikenzeichnung finden Sie unter www.was-steht-auf-dem-ei.de Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) |
Das Ei steckt voller hochwertiger und leicht verwertbarer Nährstoffe Das kleine Oval ist ein richtiger Fitmacher. Unter seiner Schale verbergen sich hochwertige Proteine mit hohem Gehalt an essentiellen Aminosäuren, Fette mit ungesättigten Fettsäuren, lebenswichtige Spurenelemente und alle Vitamine außer Vitamin C. Außerdem liefert das Ei viele Mineralstoffe wie etwa Calcium, Selen und Eisen. Energie aus dem Ei - das Protein Besonders sein biologisch hochwertiges Protein, das vom menschlichen Organismus schnell in körpereigenes Protein umgesetzt werden kann, macht das Ei so wertvoll für die Ernährung. Außerdem enthalten Eier essentielle Aminosäuren, die dem Körper über die Nahrung zugeführt werden müssen. Sie erhöhen in Kombination mit anderen Speisen die biologische Wertigkeit der gesamten Nahrung. Das Ei liefert sozusagen die Bausteine, die der Körper zum Aufbau eigener Substanzen benötigt. Vitamine und Mineralstoffe in Oval Voller Vitamine steckt das Ei! A, E, K und Vitamine der B-Gruppe sind die Ei-Lights. Vitamin A brauchen wir für das Wachstum, die Fortpflanzung und für’s Auge, die B-Vitamine feuern unseren Stoffwechsel an, Vitamin E stabilisiert die Zellmembranen… Außerdem verwöhnt das Ei mit Mineralstoffen wie Phosphor und Calcium - gut für Knochen und Zähne - , Kalium - für Nerven und Muskulatur - sowie Eisen, das für einen optimalen Sauerstofftransport im Blut sorgt. |
Cholesterin - Kein Problem! (aus dem Buch "Moderne Ernährungsmärchen" von S.-D. Vogt, Prof. Dr. M.F. Vogt und D. Northmann aus dem Jahr 2004, Schlütersche Verlagsgesellschaft, Kapitel "Märchen rund um´s Ei" S. 133-140) Ein zu hoher Cholesterinspiegel beim Menschen wird allgemein als Risikofaktor für bestimmte Krankheiten angesehen. Da Ei - allerdings nur im Dotter - Cholesterin enthält, ist es in früheren Jahren zu Unrecht in Verruf geraten. Grundsätzlich braucht der menschliche Körper aber Cholesterin und könnte ohne dieses nicht existieren. So bildet der Mensch ständig selbst Cholesterin, dessen Menge bei gesunden Individuen streng reguliert wird. Neuere Studien zeigen nun folgendes:
Insgesamt folgern die Autoren, dass Hühnereier keinen Einfluß auf den Cholesterinspiegel im Blut haben und die "American Heart Association" wird so zitiert, dass Cholesterin im Ei kein Risiko für den Herzinfarkt darstelle. Vielmehr zeigten weitere Studien, dass der Cholesterin-Spiegel im Blut in erster Linie von körpereigenen Mechanismen abhängig sei. Eine Zufuhr von Cholesterin aus Eiern wird demnach für gesunde Menschen als unbedenklich eingeschätzt. Das bedeutet, dass das Ei wegen der oben geschilderten positiven ernährungsphysiologischen Eigenschaften eine wichtigere Position in der Ernährungspyramide des Menschen im Vergleich zu früher einnimmt. Auf der Internetseite http://www.logi-methode.de des Ernährungswissenschaftlers Dr. Nicolai Worm erhalten Sie weitere wertvolle Infos und Anregungen zu den Themen Cholesterin, tierisches Eiweiß und insbesondere Eier! Weitere interessante Konsumenten-Links: - Informationen rund um Ei und Henne - Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz |
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